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Dr. Ludwig Jacob: Durch Regeneration von Darmmilieu, Leberstoffwechsel und Säure-Basen-Haushalt zu mehr Energie und stärkeren Knochen

Arzt-Patienten-Parallel-Programm - Ernährung, Nahrungsergänzung, sekundäre Pflanzenstoffe, Darmregulation

14:45-15:15 Uhr

Lange umstritten, inzwischen bewiesen: Tumorzellen vergären Traubenzucker zu Milchsäure, die Bindegewebe und Knochen angreift und durch die sich die Zellen ihren Weg in die Metastsierung bahnen. Sie schützen sich so auch vor Chemo- und Strahlentherapie sowie dem eigenen Immunsystem. Die massive Übersäuerung belastet den gesamten Organismus, insbesondere die Leber, und trägt zur typischen Fatigue (Erschöpfung) bei Tumorerkrankungen bei. Deshalb ist eine Basen-Therapie im Rahmen der Krebsbehandlung wichtig. Doch was ist die richtige Basen-Therapie? In den Leberzellen befinden sich besonders viele Mitochondrien (Zellkraftwerke), die durch die Verbrennung von Sauerstoff Energie produzieren. Hier werden aber auch Stoffwechselgifte (Ammoniak) und Stoffwechsel-Säuren abgebaut. Diese Vorgänge konkurrieren miteinander. In Krebszellen haben die meisten Mitochondrien-Kraftwerke ihren Betrieb eingestellt. Heute weiß man: Je aggressiver die Krebszellen sind, desto weniger Mitochondrien sind aktiv und desto mehr linksdrehende Milchsäure wird durch das Enzym Glyoxalase-1 produziert. Vor allem diese Milchsäure belastet die Leber. Das Schlüsselenzym des Tumorstoffwechsels kann durch Curcumin aus der Gelbwurz gehemmt werden. Krebszellen selbst sind übrigens alkalisch und vertragen die Übersäuerung nicht, daher pumpen sie die Milchsäure sofort nach außen ins Bindegewebe. Diese Entdeckung eröffnet neue experimentelle Therapiemöglichkeiten (z. B. Protonen-Transport-Hemmer), erfordert aber vor allem auch eine ganzheitliche Säure-Basen-Therapie, bei der Darmmilieu und Leberstoffwechsel im Mittelpunkt stehen. Denn die Leber ist das bei weitem wichtigste Organ zum Abbau von Stoffwechsel-Säuren. Im Zentrum stehen effektive Atmung, Bewegung, Ernährung, Darmsanierung und Leberentlastung zur verbesserten Ammoniakausleitung (z. B. mit rechtsdrehender Milchsäure, präbiotischen Ballaststoffen, Kräutern, Zeolith, Gelum) sowie eine ausgewogene Zufuhr von Kaliumcitrat, Magnesiumcitrat und Calciumcitrat für den Säureabbau und die Knochenstärkung.

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