Die Wirkstoffe der immergrünen Pflanze zählen heute zu den meistdiskutierten und bestuntersuchten Phytotherapeutika. Es gibt über fünfzig klinische Studien, die fast alle die Wirksamkeit der Mistelpräparate belegen; dennoch steht die Schulmedizin dieser Behandlungsmöglichkeit nicht nur kritisch, sondern zum Teil ablehnend gegenüber. Für Behauptungen wie, Mistelspritzen könnten Schaden anrichten und das Krebswachstum sogar anregen, wurden keine haltbaren wissenschaftlichen Studien veröffentlicht.
Im Gegenteil, eine Misteltherapie kann das Tumorwachstum nachgewiesenermaßen verlangsamen, indem sie
- das gesunde Gewebe stabilisiert,
- das Zusammenspiel der Botenstoffe im Immunsystem verbessert,
- die weißen Blutkörperchen stärkt,
- Allgemeinbefinden und Lebensqualität steigert.
Bei Behandlung einer Krebserkrankung werden Spritzen eingesetzt. Misteltees oder –tropfen sind bei einer Krebserkrankung kaum wirksam. Die Behandlung mit Mistelextrakten wird in Intervallen durchgeführt: auf zwei bis drei Monate Therapie folgt eine Pause von vier bis sechs Wochen. In der Regel wird das jeweils ausgewählte Präparat ein bis dreimal pro Woche direkt unter die Haut gespritzt. Die Dosierung hängt von der Tumorgröße ab. Außerdem reagiert jeder Patient anders, und die Reaktionen lassen sich nur schwer vorhersehen. Eine individuelle Betreuung ist darum immer nötig. Es gibt keine auf alle Patienten optimal anwendbare Dosis. Vielmehr muss der Arzt den Patienten genau beobachten und ihm bei der Schilderung der Beschwerden genau zuhören, um die Therapie den individuellen Bedürfnissen des Patienten anzupassen.

GfBK-Infoblatt: Misteltherapie
Umfassende Informationen zu Misteltherapie


Anmeldung



