Erbrechen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen bei einer Chemotherapie gehört das Erbrechen. Je nach Schwere der Beschwerden werden schwache bis starke Medikamente verordnet. Die Präparate können in vielen Fällen gut helfen. In leichteren Fällen genügen oft pflanzliche Beruhigungsmittel aus Baldrian, Hopfen oder anderen Phytodrogen sowie Homöopathika.

Folgende homöopathische Einzelmittel können symptomatisch dem Erbrechen entgegenwirken:
Tabaccum C30 oder Nux vomica C30 mehrmals täglich 3-4 Globuli.
Auch Mittel gegen Reisekrankheit können helfen wie auch Akupressurarmbänder.

Folgendes sollten Sie vor jeder Behandlung beachten:

  • Nur eine leichte Mahlzeit essen, z.B. eine klare Suppe oder ein paar ungesüßte Kekse, etwas Toast oder Zwieback. Eventuell ganz auf feste Nahrung verzichten und nur ein wenig trinken, z.B. verdünnte Säfte, Mineralwasser, Tee oder Brühe. Besser kalte oder lauwarme als heiße Gerichte essen. Süßigkeiten meiden. Bekömmlicher ist meist Saures, wie saure Gurken, Drops, Zitroneneis.
  • Zum Frühstück sind trockene Nahrungsmittel wie Toast, Knäckebrot oder Zwieback meist bekömmlicher, bei Entzündungen im Mund einweichen oder als Müsli.
  • Vor jeder Therapie etwas anderes essen oder trinken, um die Ausbildung eines Brechreflexes auf bestimmte Lebensmittel zu vermeiden.
  • Versuchen Sie, aufkommende Ängste abzuwehren, indem Sie sich entspannen oder ablenken.

Nach der Behandlung:

  • Nur eine kleine, leicht verdauliche Mahlzeit einnehmen. Gut verträglich sind Kartoffelbrei, Apfelmus, Quark oder Bananen.
  • Fette, salzige oder stark gewürzte Nahrung meiden, ebenso starke Essensgerüche.
  • Den Tag über sehr viel trinken, um die Ausscheidung der giftigen Medikamente zu beschleunigen (etwa drei bis sechs Glas Wasser oder Tee).
  • Nach dem Essen hinlegen und ruhen, dabei den Kopf deutlich höher legen als die Beine.
  • Viel an die frische Luft gehen.
  • Düfte von Lavendel und Anis können den Brechreiz dämpfen.
  • Sich ablenken durch Musik, Lesen, Gespräche oder Fernsehen.
  • Entspannungsübungen anwenden, z.B. autogenes Training, Yoga.
  • Zu schlafen versuchen, eventuell auch mit Hilfe eines milden Schlafmittels.


GfBK-Broschüre: Nebenwirkungen agressiver Therapien


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