Neben Operation und Strahlentherapie ist die Chemotherapie die dritte Säule der Krebsbehandlung. Bei der Chemotherapie werden chemische, mineralische oder pflanzliche Substanzen eingesetzt, die die Zellteilung hemmen. Da sie viele unangenehme Nebenwirkungen haben, wird eine sehr kontroverse Diskussion um diese Therapieform geführt. Zytostatika verhindern oder verzögern die Zellteilung. Da Krebszellen sich schneller teilen als gesunde, ist die Wirkung dieser Mittel auf Tumorzellen größer als auf gesunde Zellen, doch die Unterschiede zwischen gesunden und Krebszellen reichen nicht aus, um eine Chemotherapie ausschließlich auf den Tumor zu richten. Von den Nebenwirkungen einer Chemotherapie sind besonders solche Zellen betroffen, die sich ebenfalls häufig erneuern und teilen, wie
- die Zellen des Knochenmarks, in denen Blutkörperchen und Abwehrzellen gebildet werden
- die Zellen der Schleimhäute
- die Zellen der Haarwurzeln.
Darüber hinaus ist nicht sicher, dass Tumorzellen tatsächlich auf die Chemotherapie reagieren, denn sie können resistent sein oder bei einer wiederholten Therapie nicht mehr reagieren. Darum werden oft verschiedene Mittel kombiniert.

GfBK-Blatt: Vitamine
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