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Wundermittel Ukrain?

In einer Fernsehsendung wurde unlängst ein Präparat mit dem Namen Ukrain angepriesen. Angeblich könne man damit Tumorerkrankungen heilen. Was halten Sie davon?

Das Präparat Ukrain wird aus Essenzen des Schöllkrauts (lateinisch Chelidonium) hergestellt. Schöllkraut ist eine in unserem Kulturkreis sehr bekannte Heilpflanze und hat sich speziell bei Erkrankungen der Leber bewährt. Bei Tumorerkrankungen eingesetzt, zerstöre Ukrain nach Angaben des Herstellers Krebszellen, indem es die Zellteilung hemmt. Zellen von gesundem Gewebe blieben dabei unbeeinflußt. Weiterhin soll Ukrain das Immunsystem stärken und die Neubildung von tumorversorgenden Blutgefäßen hemmen. Es sei absolut ungiftig und ohne Nebenwirkungen. In der Regel würde Ukrain intravenös injiziert. Die Dosierung richte sich nach dem Grad der Erkrankung und sei deshalb individuell unterschiedlich. Bisher liegen keine Studienergebnisse vor, die den Effekt von Ukrain an einer entsprechend großen Zahl von Tumorerkrankten beweisen. Daher sollten nicht zuviel Hoffnung und Erwartung in dieses Präparat gesetzt werden. Keinesfalls ist es ratsam, wegen Ukrain bewährte biologische Therapien wie z.B. die Misteltherapie zu vernachlässigen bzw. abzusetzen.